Moortypen: Hochmoor und Flachmoor | 09.07.2013

Moore sind wichtige Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten. Die Schweizer Hochmoorfläche werden aber immer kleiner, so dass grösste Teil dieser Flächen neu als Flachmoor klassifiziert werden muss.

Moorlandschaft, Lac de Lussy

    Hochmoor

    Hochmoore werden nur vom Regen mit Wasser versorgt und sind deshalb sehr nährstoffarm, deshalb auch die Bezeichnung Regenmoore. Bei genügend Niederschlägen und gemässigten Temperaturen beträgt der jährliche Torfzuwachs 0,5 bis 1,5 Millimeter. Dadurch wächst das Moor in die Höhe, bis die Pflanzen den Kontakt mit dem Grundwasser verlieren.

    Die Bildung eines Hochmoors ist ein sehr langsamer Prozess, der Jahrhunderte bis Jahrtausende dauert. Die Hochmoorvegetation wird durch Torfmoose dominiert.

    Typisch für Hochmoore sind unterschiedlichste Lebensräume auf engstem Raum: Zeitweise austrocknende Bereiche an erhöhten Stellen (Bulten) wechseln sich ab mit dauernd nassen Partien (Schlenken) und grösseren offenen Wasserflächen.

    Flachmoor

    Flachmoore stehen in Kontakt mit dem Grund- oder Hangwasser und können gelegentlich auch überflutet werden, weshalb sie nährstoffreicher sind als Hochmoore.

    Ein Grossteil der Flachmoore sind Kulturbiotope. Sie müssen regelmässig extensiv bewirtschaftet werden (Mahd oder Beweidung), wenn eine Verbuschung und Wiederbewaldung verhindert werden soll. Flachmoore sind sehr artenreich.

    Hintergrundartikel: «Trocknen die Schweizer Moore aus?»

     

     

    Autor: Helen Küchler / WSL

    Foto: UVEK